Unsere Motivation


Um einen Gutshof zu beleben, braucht es Gespür und Wertschätzung für das, was ist – was vorhanden ist, was ins Licht gerückt werden will, welche Besonderheiten das Ensemble ergänzt, wer sich auf dem Hof einbringen will…
Und das Ergebnis ist nie planbar, sondern jeden Tag aufs Neue erlebbar.

Beginnen wir mit dem, was als erstes ins Licht gerückt und genutzt werden wollte.

Das ehemalige Verwalterhaus, unser jetziges Gästehaus, steht unter Denkmalschutz. Unter diesem Gesichtspunkt und aus dem Wunsch heraus, die Geschichte des Hofes mit dem Gebäude zu verbinden, haben wir Bestehendes in den Mittelpunkt gerückt.
Dazu gehören Dinge wie Raumklima, Gemeinschaft, Bewegungsfreiheit, Wertschätzung, Individualität und Genuss.

Wir hätten die Wände aufreißen oder die schönen alten Böden abnehmen können, um dem neuesten Stand der Heizungstechnik gerecht zu werden. Doch der Charme des Hauses liegt nicht in der Einfachheit des Alten, auch nicht in der Modernität, die wir z.B. in die Bäder gebracht haben, sondern in der Verbindung des Ganzen, das für gewisse Ansprüche unperfekt erscheint. Aber genau dieses Unperfekte macht dieses Haus zu etwas Besonderen. Weil wir nicht dem Raum geben, was sein sollte, sondern dem, was ist.

Jedes Zimmer verfügt über einen alten Kachelofen. Im Herbst und Winter ist diese Wärme purer Luxus – wenn man sich die kurze Mühe macht, diesen Ofen auf traditionelle Weise zu schüren. Wo die Öfen nicht mehr nutzbar waren, haben wir neue eingesetzt. So auch in der Gemeinschaftsküche, in der ein neuer Küchenherd zum Feuern an alte Zeiten erinnert. Wir stellen uns gerne vor, wie damals im Verwalterhaus die Gemeinschaft aus Bediensteten ihren Feierabend in der Küche verbrachte, wo sie dieser Herd wärmte und mit Essen versorgte.

Um dem Bedürfnis von Wärme noch mehr gerecht zu werden, stellen wir auch Wärmflaschen und warme Decken zur Verfügung. So wird aus der Selbstverständlichkeit von Wärme wieder eine Wertschätzung für den Ursprung, die vielleicht auch nicht unbedingt offensichtlich die Akzeptanz von Kälte mit einschließt. Denn im Sommer sorgt diese in den alten Gemäuern für ein kühles Raumklima.

Die Gestaltung des Gästehaus und auch des ganzen Hofes gelingt nur, weil wir uns erlauben, mit dem Unperfekten zu spielen, den Anspruch von Außen mal sein zu lassen und immer wieder zu schauen, wo wir etwas verändern wollen. Und dieses gestalterische Verändern entsteht einfach durch die Besonderheit der Menschen, die sich hier einbringen. Keiner von uns ist vom Fach, sondern tut das, was er tut, aus ganzer Begeisterung. Der gesamte Gutshof inspiriert uns jeden Tag aufs Neue und er spielt mit uns, genauso, wie wir mit ihm spielen. Und das, was entsteht, ist nicht das, was wir planen, sondern das, was aus den vorhandenen Möglichkeiten zum Leben erweckt werden will.

Und so spielen wir weiter und freuen uns neugierig auf alles, was diesen Hof noch lebendiger macht.

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